Gewinnspielmafia: DTM Service GmbH (Berlin)

DTM Service GmbH

AG Charlottenburg HRB 99133 B

Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin

 

Bezeichnungen

von 08.11.2005 bis 03.03.2009: DTM Call Center Group GmbH

von 03.03.2009 bis 07.10.2010: DTM Service GmbH

 

Anschriften

bis 07.10.2010: Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin

 

Registrierung

bis 07.10.2010: Handelsregister AG Charlottenburg

 

Geschäftsführung

seit 08.11.2005 bis 07.10.2010: Geschäftsführerin Beate Pf. (*##.##.####)

seit mindestens 26.04.2007 bis 03.03.2009: Geschäftsführer Wolfgang Pf. (*##.##.####, Berlin)

seit 03.03.2009 bis 07.10.2010: Geschäftsführer Sascha Pl. (*##.##.####, Berlin)

faktischer Geschäftsführer aber durchgehend: Geschäftsführer Wolfgang Pf. (*##.##.####, Berlin)

 

Mitarbeiter

bis 07.10.2010: Mitarbeiter (Key Account Director) David Alexander Sp. (*##.##.####, Berlin)

 

Die vorgenannten Personen Wolfgang Pf., Sascha Pl. und David Alexander Sp., wurden bereits 2010 verhaftet und nach Geständnissen mit Urteil des Landgerichts Berlin vom 05.08.2011 zum Aktenzeichen (503) 251 Js 978/11 KLs (8/11) wegen versuchten gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in 294.961 Fällen (!) zu Haftstrafen verurteilt, wobei lediglich bei Sascha P. und David Alexander Sp. eine Aussetzung zur Bewährung erfolgte, nicht aber beim bereits vorbestraften Kopf der Bande Wolfgang Pf.

 

Rückforderungsansprüche aus diesen in den Jahren 2008 – 2010 vorgenommenen unberechtigten Lastschriften verjähren – soweit nicht bei den Geschädigten Kenntnis von der konkreten Tatbeteiligung vorgenannter Täter existierte, was freilich in den seltensten Fällen gegeben sein dürfte – erst in zehn Jahren (§ 199 III Nr. 1 BGB) ab Vornahme der schädigenden Lastschriftbuchung!

 

Liste der mit der Geschäftstätigkeit der DTM Service GmbH zumindest in Bezug stehenden Gewinnspiel/eintragungs“produkte“:

Aktion Deutsche Gewinner

Aktion Deutsche Sofortrente

Aktiv Marketing-Gewinnnquelle

Angel Chance Deutschland

Angel Win

Best-Chance-Gewinnspiel

bestchanceservice

bestwin

Bon Chance

bonus700

Bonusrunde 100

Clever Win

Club Akua

Club Aqua Winn

Club EGS

Daisy Winner

DDG

Der Gewinnspiel Club 24

HDDP

Deutsche Gewinn Agentur

Deutsche Gewinn Bank

Deutsche Gewinncompany

Deutsche Gewinngemeinschaft

Deutsche Gewinnzentrale

Deutsche Königsziehung

Deutsche Reise

Deutsche Super Millionen

Deutscher Werbeclub

Deutsches Gewinnspiel

Deutschland sucht den Supermillionär

Deutschland sucht Millionär

DGB

DGC

Deutscher GewinnService

DGZ-24

Die Deutsche Gewinnagentur

Die Deutsche Gewinneragentur

Die Gewinnquelle

Die Gewinnspieleintragung

Die MegaChance24

Die Welt Millionen Chance

diemultichance24

direktgewinn24

Dreamplay24

DSC-24

DSZ-24

DTM

Easy Win 2009

EuroWin 20

EuroWin 2008

EuroWin 88

Eurowin Group

Garantie 500

Garantiert Gewinn

GDS-24

Gewinn Express 24

Gewinn Super Chance

Gewinndirekt24

Gewinnexpress24

Gewinnmax

Gewinnspieleintrag 24

GEWINNSUPERCHANCE

Gewinnsuperspiel

HappyWin

HDDP

Hol dir den Preis

IBA Win

Jackpot Deutschland

Jackpott-Winners

Jumbo´s Win

Kleeblatt4u

Libereco Solutions

LottoTeam

Lottoverbund

Lucky Play

match.com

Maxi Win Plus

Maxicombi 24

Millionen-Express

Millionenfuchs

Millionenparadies

play4me

PlayWin2008

Premiumchance 100

Premiumtipp 100

EGC Erstgewinnchance

Revanche Tipp 24

Royal 2010

RS Win 24

Spiel Total 2009

Spieltotal 2009

Super Spiel21

SuperGewinnChance

TopGewinn

Treffer08

Turbo Win 24

Volksgewinnspiel

Welt Millionen Chance

Win 2010

Win a Price

Win Star Germany

Win Time

 

Die vorstehende Liste wurde nach hier vorliegenden Unterlagen erstellt, in denen die „Gewinnspieleintragungsprodukt“-Namen im Zusammenhang mit Ermittlungen von Strafverfolgungsbehörden gegen die Hintermänner der DTM Service GmbH erwähnt werden. Eine klare Aussage über die Bezüge zur DTM Service GmbH oder gar über konkreter individuelle Tatbeteiligungen der vorstehende erwähnten Gewinnspielbetrüger in Bezug auf diese einzelnen „Produkte“ kann wegen der noch nicht abgeschlossenen Auswertung der umfangreichen Unterlagen aber nicht ohne eine individuelle Prüfung getroffen werden. Sollten auf Ihnen vorliegenden Kontoauszügen jedoch diese Zeichenfolgen in Lastschriftverwendungszwecken auftauchen, insbesondere wenn diese in Zusammenhang mit Bezeichnungen wie „DTM Service GmbH“ aufscheinen, sollten Sie umgehend eine qualifizierte Prüfung auf Rückforderungsansprüche veranlassen.

RTL: Gerhard Bruckberger soll verhaftet worden sein

Bruckberger wird seit Jahren von Verbraucherschützern vorgeworfen, für die berüchtigten Vertriebsmethoden unter der Marke „Friedrich Müller“ verantwortlich zu sein, denen auch in Deutschland zehntausende Personen zum Opfer fielen. Kernvorwurf war, dass massenhaft der Eindruck erweckt wurde, die Werbeadressaten hätten gewonnen, während sie dann später darauf verwiesen wurde, ein Gewinn werde erst unter den Werbeadressaten verlost.

Welche Folgen die Abzockerei bei den Opfern zur Folge hatte, wird unter anderem in einem Artikel der Süddeutschen aus dem Jahre 2010 deutlich.

Geradezu exemplarisch verwiesen die Verbraucherschutzverbände immer wieder auf die Machenschaften des Firmenimperiums Bruckbergers, um die offensichtlichen Schutzlücken der verbraucherschützenden Rechtsnormen zu kritisieren und Nachbesserungen im nationalen und europäischen Rechtsrahmen zu fordern, um systematisch rechtswidrig handelnden Rechtsbrechern, die auf Zeit spielen, etwas entgegenzusetzen.

Nachdem die zur Bruckberger-Gruppe gezählte G.N.V. Gesundheits- und Naturprodukte Versand GmbH dann im März vor dem Obersten Gerichtshof in Wien eine krachende Niederlage erlitt, brach die Bruckberger-Firmengruppe zusammen. Mitte April 2011 meldeten sieben Gesellschaften aus dem Versandhandels- und Gewinnverteilungs-Firmenkonglomerat um Gerhard Bruckberger am Wiener Handelsgericht Insolvenz an, wie die Wiener Zeitung berichtete: die WVD Direktverkauf GmbH, die G.N.V. Gesundheits- und Naturprodukte Versand GmbH, die I.R.U. Reiseunternehmen GmbH, die K.S.D. IT-Kundenservice GmbH, die U.S.G. Unterhaltungsspiele GmbH, die V.H.U. Versandhandelsunternehmen GmbH und die R.T.C. Radio-Television-Communcations Handels GmbH.

Nach jahrelangem, weitgehend ungestörten Abzocken, haben nun die österreichischen Strafverfolger offenbar endlich den Sack zugemacht.

Für Bruckberger gilt die Unschuldvermutung.

LG Krefeld: Krefelder Datenhändler William Filsinger erstinstanzlich zu 4 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt

Im Laufe des Prozesses wurden mehrere Zeugen gehört, die zum Teil zweifelhafte Aussagen tätigten. So wurde heftig darüber gestritten, ob Filsinger Daten aus dubiosen Gewinnspiellisten nicht nur angekauft habe oder ob er dabei auch angebliche Forderungen gegen die gelisteten Personen miterworben habe. Angaben der WZ zufolge wurde ihm vorgeworfen, mit den erworbenen Datensätzen dann Forderungsschreiben an zahlreiche Personen gefertigt und versandt zu haben.

Hier eine Liste der erschienenen Gerichtsreportagen der WZ zum Thema:

Artikel vom 20.03.2012 „Betrug mit Internet-Daten vor Gericht“
Artikel vom 27.03.2012 „Betrugsprozess um Adressdaten: Geldeintreiber prüften Forderungen nur lax“
Artikel vom 02.05.2012 „Datenbetrug-Prozess: Opfer erhielten Post von Inkassofirmen“
Artikel vom 20.06.2012 „Betrugsprozess um Adressdaten: Zeugen haben selbst keine weiße Weste“
Artikel vom 18.09.2012 „Betrug mit Adressen: Prozess stockt“
Artikel vom 20.11.2012 „27-Jähriger soll Tausende betrogen haben“
Artikel vom 10.12.2012 „Gericht: Über Inkassobüro 280000 Euro eingenommen“
Artikel vom 15.01.2013 „Inkasso-Betrug: 1,35 Millionen Euro Schaden“
Artikel vom 25.01.2013 „Prozess gegen Adressenhändler: Zeugen widersprechen sich“
Artikel vom 31.01.2013 „Datenhandel: Opfer abgezockt“
Artikel vom 06.02.2013 „Fast fünf Jahre Haft für den Datenhändler“

Gegen William Filsinger bzw. mit ihm in Verbindung stehende Gesellschaften hatte die Staatsanwaltschaft Krefeld Ende 2011 erfolgreich vorläufige Sicherungsmaßnahmen beantragt, die im Zusammenhang mit folgenden Gewinnspielen

Allianz-Tipp ABO
Big 7 Corporation
Bonusrunde 100
Deutschlandtipp
Die Gewinnchance 24
Deutschland sucht den Supermillionär
DSM24
Easywin
Garantie 500
Giantwinner
Hol dir den Preis
Ihr Bonusvorteil
Ihr Premiumanteil
Jackpot77
Max Vorteilsgemeinschaft
Maxi Win Plus
Maxikombi100
Maxxikombi 100
Superbonus49 AN
Tipalianz
WinnTeam77

stehen sollen. Ob und inwieweit die in der Meldung zu den vorläufigen Sicherungsmaßnahmen erwähnten Vorgänge auch Gegenstand des nun erstinstanzlich abgeschlossenen Stafverfahrens vor dem Landgericht Krefeld waren, ist nicht bekannt, auch wenn aufgrund der Schilderung der WZ recht nahe liegt, dass ein Zusammenhang besteht.

Letztlich hielt das Gericht die gegen William Filsinger erhobenen strafrechtlich relevanten Vorwürfe offenbar für erwiesen und stützte sich dabei unter anderem auf die außerordentlich illustre Aussage aus einem polizeilichen Abhörprotokoll:

„Bei den Leuten können wir nochmal so richtig reinballern.“

Der WZ zufolge sei ein Schaden von 1,35 Millionen Euro entstanden. Nach zwei Jahren Untersuchungshaft sei gegen William Filsinger Haftfortdauer angeordnet worden.

Sollte am Ende des Verfahrens eine rechtskräftige Verurteilung stehen, würde hierdurch die zivilrechtliche Durchsetzung von Rückforderungsansprüchen gegenüber den in die Inkassomaßnahmen verwickelten Personen wegen – etwa aus Angst und Verunsicherung – bereits gezahlter „Gewinnspiel“entgelte deutlich erleichtert.

Da die Entscheidung nach hiesigem Kenntnisstand nicht rechtskräftig ist, gilt derzeit die Unschuldsvermutung.

StA Hagen: Vorläufige Sicherungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Betruges gegen Oktay Aydin, Massimo Cinieri, Ahmet Al, Ralf Friedrich Schneider

 

Die im Bundesanzeiger veröffentlichte amtlichen Meldungen jeweils vom 11.12.2012 lauten:

1.

Staatsanwaltschaft Hagen
600 Js 257/12
In dem Ermittlungsverfahren gegen Oktay Aydin, geb. am 16.09.1973 in Duisburg, wohnhaft Sternbuschweg 332, 47057 Duisburg, c/o Heike Reichel wegen gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betrugs wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 23.07.2012 – 67 Gs 1417/12 – in Verbindung mit dem Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 27.09.2012 – 66 Gs 1748/12 – gemäß §§ 111b, 111d, 111e StPO, 73, 73 a StGB der dingliche Arrest in Höhe von 569.470,00 Euro – fünfhundertneunundsechzigtausendvierhundertsiebzig Euro – in das bewegliche und unbewegliche Vermögen des Beschuldigten angeordnet.

In Vollziehung des dinglichen Arrestes wurden folgende Vermögenswerte gepfändet:

(…)

Die Veröffentlichung erfolgt gemäß § 111e StPO

Bußmann, Staatsanwalt

2.

Staatsanwaltschaft Hagen
600 Js 257/12
In dem Ermittlungsverfahren gegen Massimo Cinieri, geb. am 01.08.1990 in Salzkotten, zuletzt im Inland wohnhaft Röntgenstr. 22, 58097 Hagen, wegen gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betrugs wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 26.07.2012 – 67 Gs 1427/12 – gemäß §§ 261 Abs. 7, 74 StGB i.V.m. 111b, 111d, 111e StPO die Beschlagnahme des Guthabens des Konto Nr. 0060197461 bei der deutschen Postbank AG angeordnet.

Zum Zeitpunkt der Pfändung wies das Konto ein Guthaben von 1.525,64 Euro auf.

Die Veröffentlichung erfolgt gemäß § 111e StPO

Bußmann, Staatsanwalt

3.

Staatsanwaltschaft Hagen
600 Js 257/12
In dem Ermittlungsverfahren gegen Ahmet Al. geb. am 01.01.1975 in Tirebolu/Türkei, wohnhaft Nootstr. 11, 45326 Essen, wegen gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betrugs wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 23.07.2012 – 67 Gs 1387/12 – in Verbindung mit dem Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 27.09.2012 – 66 Gs 1748/12 – gemäß §§ 111b, 111d, 111e StPO, 73, 73 a StGB der dingliche Arrest in Höhe von 646.209,05 Euro – sechshundertsechsundvierzigtausendzweihundertundneun 05/100 Euro – in das bewegliche und unbewegliche Vermögen des Beschuldigten angeordnet.

In Vollziehung des dinglichen Arrestes wurden folgende Vermögenswerte gepfändet:

(…)

Die Veröffentlichung erfolgt gemäß § 111e StPO

Bußmann, Staatsanwalt

4.

Staatsanwaltschaft Hagen
600 Js 257/12
In dem Ermittlungsverfahren gegen Ralf Friedrich Schneider, geb. am 10.08.1946 in Hagen, wohnhaft Zunftstr. 23, 58313 Herdecke, wegen gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betrugs wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 23.07.2012 – 67 Gs 1416/12 – in Verbindung mit dem Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 27.09.2012 – 66 Gs 1748/12 – gemäß §§ 111b, 111d, 111e StPO, 73, 73 a StGB der dingliche Arrest in Höhe von 646.209,05 Euro -sechshundertsechsundvierzigtausendzweihundertundneun 05/100 Euro – in das bewegliche und unbewegliche Vermögen des Beschuldigten angeordnet.

In Vollziehung des dinglichen Arrestes wurden folgende Vermögenswerte gepfändet:

(…)

Die Veröffentlichung erfolgt gemäß § 111e StPO

Bußmann, Staatsanwalt

StA Duisburg und Polizei Wesel: Durchsuchungen und Festnahmen in Issum und Hamminkeln wegen des Verdachts der Veruntreuung im Zusammenhang mit Lotterievertrieb durch Callcenter

Ausgangspunkt der Werbeanrufe sei das Versprechen einer kostenlosen Teilnahme gewesen, wobei im Gesprächsverlauf geschickt Hinweise auf eine Kostenpflicht eingeflochten worden seien. Zur Begründung für die Kontodatenabfarge sei geäußert worden, man müsse wissen, wohin die Gewinne überwiesen werden sollten. Im Ergebnis der Razzien ergab sich zudem der Verdacht der Veruntreuung von per Lastschrift eingezogenen Geldern sowie von Lotteriegewinnen. Auch gegen inkassierende Personen werde ermittelt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

POL-WES: Wesel – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Duisburg und der KPB WeselWesel (ots)

Nachdem ab Anfang 2009 bei der Polizei Wesel insgesamt 220 Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen eines Firmenkomplexes mit Sitz in Wesel wegen unberechtigter Lastschrifteinzüge für die Teilnahme an einem Lottospiel eingegangen sind, führte die Kriminalpolizei Wesel umfangreiche Ermittlungen durch.Die Geschädigten, häufig ältere Menschen, gaben an, durch Callcentermitarbeiter angerufen worden zu sein. Es wurde unter anderem mitgeteilt, dass der Angerufene die Teilnahme an einem kostenlosen Lottospiel gewonnen habe. Zur Überweisung eines möglichen Gewinns sollte die Bankverbindung preisgegeben werden. Weiterhin wurde im Gespräch zu der Teilnahme an einem kostenpflichtigen Lottospiel übergeleitet, wozu entsprechende Vertragsunterlagen übersendet werden sollten. Nach Übersendung der Unterlagen wurde den Anzeigenerstattern im Lastschriftverfahren Geld abgebucht, falls nicht dem Vertrag ausdrücklich widersprochen worden ist.

Die Anzeigenerstatter gaben an, nicht gewusst zu haben, dass sie an einem kostenpflichtigen Lottospiel teilnehmen. Häufig wurde die Lastschriften zurückgebucht.

Bei Kunden, die eine entsprechende Lastschrift zurückgebucht hatten, wurden durch ein Inkassounternehmen, welches in die Firmengruppe eingebunden war, per Mahnschreiben angemahnt.

Nach Durchsuchungsmaßnahmen der Firmenräumlichkeiten sowie der Privatwohnungen der Beschuldigten wurde zahlreiche Unterlagen und Computer sichergestellt.

Die Ermittlungen richteten sich gegen einen mittlerweile verstorbenen 66-jährigen Mann aus Hamminkeln, seine 42- und 44-jährigen Söhne aus Issum und Hamminkeln, den 48-jährigen Justiziar und Verantwortlichen des Inkassounternehmens sowie 2 als Strohleute eingesetzte Geschäftsführer.

Aufgrund der durchgeführten Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass Gewinne der Spielgemeinschaften durch die Beschuldigten veruntreut wurden. Weiterhin besteht der Tatverdacht, dass eingezogene Lastschriften in Millionenhöhe für die Teilnahme am Lottospiel nicht für das Lottospiel, sondern zur Deckung der Firmenkosten und für private Zwecke eingesetzt worden sind.

Auf Nachfrage teilte die Polizei Wesel mit, es gehe um echtes Lotto, genauer um den Vertrieb von WestLotto.

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