Warnung: Spammails von kiometa.com

Die Mail lautet:

Wir sind auf der Suche nach einem Versandagenten.

15€/Stunde

Wir eröffnen regelmäßig neue Warenhäuser und Büros in verschiedenen Städten. Aus diesem Grund haben wir regelmäßig neue Stellen zu vergeben.

Anforderungen:
– motivierte und engagiert Mitarbeiter
– Verantwortungsbewusstsein
– Ehrlichkeit
– mindestens 3 Stunden am Tag erreichbar
– eine soziale Fähigkeit

Aufgaben:
– Annahme und Bearbeitung von Bestellungen
– Kunden kontaktieren
– Protkolle erstellen
– Pakete versenden

Vergütung:
– Auswahl zwischen Teilzeit und Vollzeit arbeiten
– hohes Gehalt + Bonuszahlungen
– bezahlte Probezeit
– Karrieremöglichkeiten

Bewirb dich jetzt! Sende uns eine E-Mail: bewerbungen@kiometa.com

Ihr Kiometa-Team

Nur bei sorgfältigem Lesen entdeckt man die relativ wenigen Schreibfehler und einzelne ungewöhnliche Formulierungen. Es dürfte sich um den – im Verhältnis zu anderen derartigen Mails recht gut gemachten – Versuch handeln, ahnungslose Werkzeuge (sog. Warenagenten) für Warenbetrug (Bestellung unter falschem Namen, Täterverschleierung durch Weitersendung an anonyme Dritte) zu finden. Die Aufmachung der Seite kiometa.com ist relativ professionell; es steht zu befürchten, dass Personen darauf hereinfallen könnten.

Besonders gefährlich hierbei: Man versucht hierbei offenbar, sich an die Namen des bekannten Dienstleisters Kimeta GmbH bzw. dessen Portal kimeta.de anzuhängen. Bei flüchtigem Lesen könnte das so bewirkte „Anhängen“ an etwaige vorherige Aktivitäten von Empfängern auf kimeta.de dazu führen, dass besonders unvorsichtig agiert wird.

Die hohe Wirksamkeit derartiger Verschleierungs- und Irreführungstechniken ist auch aus dem Bereich dubioser Markenanmeldungs- und Branchenbuchdienste bekannt. Dort wird ebenfalls die natürliche Vorsicht von Empfängern umgangen, indem gerade gezielt und sofort nach Eintragung an die Inhaber neuer Marken oder an neu registerlich eingetragene Unternehmen mit rechnungsähnlichen, amtlich wirkenden Eintragungsangeboten herangetreten und wie beabsichtigt der Irrrtum erregt wird, es handele sich um die Einforderung amtlicher Gebühren. Meist erreichen die Schwindelofferten die Empfänger dann deutlich vor den amtlichen Gebührenforderungen, bei deren Eintreffen die betrügerische Technik dem Empfänger oft erst klar wird.