RTL: Gerhard Bruckberger soll verhaftet worden sein

Bruckberger wird seit Jahren von Verbraucherschützern vorgeworfen, für die berüchtigten Vertriebsmethoden unter der Marke „Friedrich Müller“ verantwortlich zu sein, denen auch in Deutschland zehntausende Personen zum Opfer fielen. Kernvorwurf war, dass massenhaft der Eindruck erweckt wurde, die Werbeadressaten hätten gewonnen, während sie dann später darauf verwiesen wurde, ein Gewinn werde erst unter den Werbeadressaten verlost.

Welche Folgen die Abzockerei bei den Opfern zur Folge hatte, wird unter anderem in einem Artikel der Süddeutschen aus dem Jahre 2010 deutlich.

Geradezu exemplarisch verwiesen die Verbraucherschutzverbände immer wieder auf die Machenschaften des Firmenimperiums Bruckbergers, um die offensichtlichen Schutzlücken der verbraucherschützenden Rechtsnormen zu kritisieren und Nachbesserungen im nationalen und europäischen Rechtsrahmen zu fordern, um systematisch rechtswidrig handelnden Rechtsbrechern, die auf Zeit spielen, etwas entgegenzusetzen.

Nachdem die zur Bruckberger-Gruppe gezählte G.N.V. Gesundheits- und Naturprodukte Versand GmbH dann im März vor dem Obersten Gerichtshof in Wien eine krachende Niederlage erlitt, brach die Bruckberger-Firmengruppe zusammen. Mitte April 2011 meldeten sieben Gesellschaften aus dem Versandhandels- und Gewinnverteilungs-Firmenkonglomerat um Gerhard Bruckberger am Wiener Handelsgericht Insolvenz an, wie die Wiener Zeitung berichtete: die WVD Direktverkauf GmbH, die G.N.V. Gesundheits- und Naturprodukte Versand GmbH, die I.R.U. Reiseunternehmen GmbH, die K.S.D. IT-Kundenservice GmbH, die U.S.G. Unterhaltungsspiele GmbH, die V.H.U. Versandhandelsunternehmen GmbH und die R.T.C. Radio-Television-Communcations Handels GmbH.

Nach jahrelangem, weitgehend ungestörten Abzocken, haben nun die österreichischen Strafverfolger offenbar endlich den Sack zugemacht.

Für Bruckberger gilt die Unschuldvermutung.