StA und Kripo Krefeld: Erneuter Schlag gegen kriminelle Gewinnspiel-Callcenter

Kommentar

Die Arbeitsweise sei hierbei „besonders perfide“ gewesen, da zehntausende widerrechtlich erlangte personenbezogene Daten mit angeblichen eigenen Forderungen verknüpft und über Paymentdienstleister beziehungsweise auch Inkassobüros geltend gemacht worden seien. Mangels Erbringung irgendeiner Gegenleistung seien diese Handlungen nach Auffassung der Behörden als betrügerisch zu werten.

Die Strafverfolger ließen es sich nicht nehmen, das Ganze mit einer Ankündigung zu garnieren, die hier gern zitiert wird:

„Dem erneuten Schlag werden weitere folgen, da Staatsanwaltschaft und Polizei Krefeld den ortsansässigen Betrügern den Kampf angesagt haben und alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen werden, um betrügerisch arbeitende Callcenter auszuheben und die Betreiber festzunehmen.“


Kommentar… da waren’s nur noch sieben.

Die Luft wird für die ehemals massenhaft auftretenden Betrüger im Gewinnspielsektor offensichtlich allmählich verdammt dünn.

Auch die Mitarbeiter der Callcenter sollten sich künftig nicht mehr darauf verlassen, nur noch als Zeugen befragt zu werden. Ganz offenbar überwachen etliche Behörden auch den Callcentertelefonverkehr, wie sich aus Ermittlungsakten entnehmen lässt.

Wer hier als Callcentermitarbeiter regelmäßig deutliche Hinweise darauf bekommt, dass etwas offensichtlich nicht stimmen kann, wird sich früher oder später womöglich selbst auf der Anklagebank wiederfinden. Und zwar zu Recht.