StA Darmstadt und PP Südosthessen: Bundesweite Großrazzia gegen Inkassobetrüger

 Die Aktion erfolgte im Rahmen von Ermittlungen gegen eine bundesweit agierende Gruppierung wegen des Verdachts der Geldwäsche, des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz.

In der Pressemitteilung heißt es hierzu:

Nach derzeitigem Ermittlungsstand werden die im Fokus stehenden Personen verdächtigt, direkt oder über von ihnen betriebene Unternehmen Kundendaten von Call-Centern und anderen Dienstleistern erworben zu haben. Diese Daten sollen sie anschließend an Firmen weiter geleitet haben, die sie wiederum mit unberechtigten Forderungen aus Dienstleistungen zusammengeführt und an Inkassobüros weitergegeben haben sollen; von dort sollen die Forderungsschreiben an die erlangten Adressen versandt worden sein. Ein Teil der Adressaten soll die Forderung bezahlt haben, so dass auf den Konten der Inkassounternehmen Geldbeträge im mindestens sechsstelligen Bereich angewachsen sein sollen. Über Konten Dritter soll ein Teil der so generierten Gelder an die Adressenaufkäufer und die angeblichen Forderungssteller zurück geflossen sein. Das Verfahren richtet sich derzeit gegen über zehn Personen und mehrere Firmeninhaber. Über die Ergebnisse der bundesweiten Aktion mit über 20 Durchsuchungen, deren Ergebnisse derzeit noch ausgewertet werden, wird zu gegebener Zeit nachberichtet.

Zudem wird – ohne nähere Erläuterung – noch in einem Nachsatz mitgeteilt, dass es „weiterer stattgefundene Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Krefeld“ gegeben habe. Möglicherweise ist der letztgenannte Nachsatz ja ein Indiz für ein ganz bestimmtes Inkassobüro …