BRAK-Chef Filges findet Stein der Weisen – Selbstverpflichtung der Abofallenanbieter zur Transparenz

Interessant beispielsweise, wenn der Kollege Filges berichtet, dass bei der Anwaltskammer in Osnabrück eineinhalb Personalstelen allein damit beschäftigt sind, die Beschwerden gegen Herrn Tank zu bearbeiten. Zuzustimmen ist ihm sicher im Grundsatz auch, wenn er darlegt, dass beim Nachweis berufsrechtlicher Verfehlungen Sorgfalt notwendig ist und bei tiefgreifenden Einschnitten in die Berufsausübungsfreiheit nicht leichtfertig agiert werden darf. 

Er lässt sich jedoch auf die Frage, wie die Bundesrechtsanwaltskammer mit dem Phänomen Abofallen und deren Unterstützung durch Anwälte umgeht, allen Ernstes zitieren wie folgt:

„Die Bundesjustizministerin hat die sogenannte Button-Lösung vorgelegt. Sie wissen, dabei muss der Nutzer ausdrücklich per Mausklick bestätigen, dass er die Kosten akzeptiert. Mit dieser Methode oder einer Selbstverpflichtung der Anbieter, die Angebote absolut transparent zu machen, wäre das Problem an der Quelle zu lösen.“

Oh Gott. „Selbstverpflichtung“ der Anbieter zur „absoluten Transparenz“ als „Problemlösung an der Quelle“? Lieber Kollege Filges, meinen Sie nicht auch, dass sich Leute, die das lesen, komplett veralbert fühlen könnten?

Ich hoffe jedenfalls inständig, man hat Sie, den Präsidenten meines Berufsverbandes, komplett falsch zitiert. Mir wäre so ein Zitat zutiefst peinlich.