LG München I: Bürgerlich-rechtlicher Unterlassungsanspruch des von illegalem Datenhandel Betroffenen

Der Entscheidung lag ein Fall zugrunde, bei dem zunächst ein Callcenter auf Unterlassung unerbetener und anonymer telefonischer Gewinnspielwerbung, aber auch auf datenschutzrechtliche Auskunft in Anspruch genommen wurde. Nachdem so der Datenlieferant enttarnt, also insbesondere die Herkunft der missbrauchten Telefonnummer aufgeklärt war, wurde der Datenhändler auf Unterlassung in Anspruch genommen, um so eine Weiterverbreitung der Rufnummer und somit eine denkbare Vielzahl weiterer Belästigungen durch unerbetene Telefonwerbung möglichst im Vorfeld zu verhindern.

(Landgericht München I, Beschluss vom 29.07.2010. 33 O 14004/10)