Werbefaxe für Erste-Hilfe-Ausrüstung von „Van Tool“

Werbefax "Van Tool"

Werbefax "Van Tool"Derartige Werbefaxe kamen im Laufe der vergangenen Jahre scheinbar von unterschiedlichen angeblichen Absendern, so zum Beispiel „Rolf Schmidt“ (2004), „Verbandstoffvertrieb E.M. GmbH“ (2005), „Mayer Klaus Verbandstoffe“ (2006), „Verbandstoffvertrieb Stefan Pieper“, „Verbandstoffvertrieb Michael Klepsch“ (2007) und „TMS Ltd.“ (seit 2007).

In den früheren Werbefaxen waren zunächst stets Rufnummern beworben, die auf verschiedene – offenbar nicht existente Personen an einer bestimmten Adresse aus Mölln in Schleswig-Holstein angemeldet wurden. Später wurden niederländische Rufnummern beworben, die recht einfach auch nach Deutschland umgeleitet werden können. Gegen die für diese Vorgänge mutmaßlich verantwortlichen Personen führt eine Mandantin der Kanzlei Richter Berlin derzeit mehrere Prozesse.

Nun werden offenbar erneut optisch ähnlich aufgemachte Werbefaxe verschickt. Diese kommen von einer angeblichen Firma „Van Tool“, die keinen Inhaber und keine Adresse und nur niederländische Telefon- und Faxnummern (0031848396613 bzw. 0031848397056) als Kontakt angibt.

Die Kanzlei Richter bittet dringend um Meldungen von Personen, die derartige Werbefaxe erhielten und insbesondere auch von Personen, die auf derartige Werbefaxsendungen geantwortet haben. An wen sind insbesondere Personen unter Bezugnahme auf derartige Werbefaxe mit Bestellbestätigungen bzw. Lieferungen herangetreten? Bitte verwenden Sie zu unserer Information das unten eingeblendete Meldeformular.

 

Update 05.07.2010:

Neuerdings schlagen offenbar gleichartige Werbefaxe bundesweit bei Empfängern ein, die jedoch statt mit der Bezeichnung „Van Tool“ mit „Van Tuul“ gekennzeichnet sind. Auch dies spricht wohl dafür, dass eine Person mit dem Namen „Van Tool“ ebensowenig existiert, wie eine Person mit dem Namen „Van Tuul“. Um Zeugenmeldungen an die Kanzlei Richter Berlin zur Absicherung der Beweislage wird weiterhin gebeten.

 

Update 30.07.2010:

Nunmehr werden ähnliche Fax mit der Absenderbezeichnung „Müller“ statt „Van Tool“ verschickt. Insbesondere diesbezüglich gilt: Wer meldet sich derzeit auf Bestellungen an die in den „Müller“-Werbefaxen beworbenen Kontaktadressen?

 

Update 19.02.2013:

Nunmehr werden seit einiger Zeit in einer großen Welle weitere ähnliche Werbefaxe unter folgenden Absenderbezeichnungen versandt:

Müller Erste Hilfe-Hygiene Artikel Deutschland (Juli 2010)

Tobias Schreiber Erste Hilfe Produkte, Fechenheim (August/ September 2012)

Klaus Baumann Verbandstoffe

Kampmayer Erste Hilfe Material, Im Büropark Moselstausee, 56073 Koblenz, Tel./Fax 00448435240584

Hildebrandt Erste-Hilfe-Artikel, Tel./Fax 00448435240584

Albrecht Notfallmedizin, Gewerbegebiet Neandastraße, 40822 Mettmann, Tel./Fax 00448435240584

Gölich Medizinzubehör, Gewerbegebiet Gießen West, 35398 Gießen, Tel./Fax 00448435240584 (Februar 2013)

Für alle diese Werbefaxe gilt, wenn sie unerbeten empfangen wurden: Es handelt sich um rechtsverletzende Handlungen des Versenders gegenüber dem Empfänger. Gegen die Versender kann seitens der Empfänger, vor allem aber auch von Wettbewerbern nur erfolgreich vorgegangen werden, wenn die Versender gerichtsfest identifiziert werden. Dies wiederum ist nur möglich, wenn auf die beworbene Kontaktfaxnummer eine Testbestellung adressiert wird. Wer sich daraufhin mit einem Angebot oder einer Lieferung der testweise bestellten Ware meldet, ist in Erklärungsnot, denn alles spricht ja dafür, dass er hinter den diversen inexistenten Tarnnamen, also hinter den rechtswidrigen Werbefaxen steckt.

Für die betroffenen Empfänger der Werbefaxe gilt weiterhin: Haben Sie eine Testbestellung an eine nicht existente Firma abgegeben, besteht nicht etwa deswegen ein Vertrag über den Warenbezug mit einer anderen Firma, die sich auf die Bestellung hin meldet. Die Versender der Werbefaxe haben daher noch ein weiteres Problem, nämlich regelmäßig keinen vertraglichen Anspruch auf Bezahlung der Ware gegen denjenigen, der eine derartige Bestellung zum Zwecke der Identifizierung abgibt. Die Ware sollte dem dann enttarnten Lieferanten dann lediglich für eine kostenfrei Rückabholung angeboten werden, muss aber ohne bestehendes Vertragsverhältnis nicht bezahlt werden!

Konkret: Auf bisherige Testbestellungen an verschiedene inexistente Firmen meldete sich mittlerweile mehrfach: Natürlich, die Firma TMS Ltd. Sie wurde nebst ihrem Geschäftsführer Georg Roland Uhlitzsch auf die Klage eines von der Kanzlei Richter Berlin vertretenen Wettbewerbers hin mittlerweile rechtskräftig zu Unterlassung derartiger Werbung, Auskunft und Schadensersatz verurteilt. Nachdem für längere Zeit derartige Werbefaxe nicht mehr versandt worden waren oder eine Identifizierung nicht möglich war, ist die Kanzlei Richter Berlin nun beauftragt, die rchtskräftigen Unterlassungstitel durchzusetzen, was Anträge auf die Verhängung von Ordnungsgeldern bzw. Ordnungshaft einschließt, falls sich nachweisen lassen sollte, dass die Werbefaxe erneut von der TMS Ltd. bzw. ihrem Geschäftsführer Herrn Geord Roland Uhlitzsch stammen sollten.

Die Kanzlei Richter Berlin bittet daher Empfänger derartiger unerbeten empfangenen Werbefaxe darum, die Werbefaxe aufzubewahren und sie in Kopie der Kanzlei Richter Berlin, beispielsweise per E-Mail oder auf einem anderen Kontaktweg zu übersenden. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn Sie den Versender bereits durch eine erfolgreiche Testbestellung ermitteln konnten.

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