Gewinnspielmafia: Postbank zahlt Hans V. über 12.000 Euro zurück

Auch Hans V. ist betagt und war der Gewinnspielmafia in die Hände gefallen. Im Laufe der Zeit hatten sich mutmaßliche Gewinnspielbetrüger munter an seinem Konto bedient. Die Bank des Mandanten untenahm nichts. Als die Sache der Tochter auffiel, waren bereits tausende Euro weg. Auf Bitte um Rückbuchung tischte die Postbank ihr das Märchen von der 6-Wochen-Frist auf. Eine Rückbuchung sei nach so langer Zeit angeblich nicht mehr möglich. Nach Einschaltung der Kanzlei Richter Berlin wachte man allerdings auf. Recht fix zahlte die Postbank – bis auf einen kleineren Betrag, um den noch eine Auseinandersetzung geführt wird – nunmehr nahezu die gesamten unberechtigten Lastschriften zurück.

Dieser Fall zeigt ebenso wie der von Inge M., dass die Banken sehr wohl wissen, dass sie vor Gericht keine Chance hätten, Ihre Position durchzusetzen und zwar insbesondere auch dann, wenn sie ihre eigenen Kunden – zum Teil über Jahre – falsch beraten und die Akzeptanz der Geltendmachung selbstverständlicher Rechte ihrer Kunden, wie etwa von Lastschriftwidersprüchen, rechtswidrig verweigert haben.