Bundeswitzagentur legt „Tätigkeits“bericht vor

Kommentar

Die Bonner Recken erhielten demnach im Bereich Rufnummernspam

71.979 Beschwerden,

leiteten in den Bereichen Dialer, Rufnummern-Spam und Preisangabe- bzw- Ansagepflichten im gesamten Berichtszeitraum

25 neue Bußgeldverfahren

ein und verhängten

46 Bußgeldbescheide
aufgrund Rufnummernmissbrauchs (wobei der „Schwerpunkt“ dabei auch noch bei unzureichenden Preisangaben gelegen haben soll) mit einer verhängten Bußgeldgesamtsumme von

29.605 Euro.

Also insgesamt vielleicht etwa soviel, wie Leute wie „Friedrich Müller“ vielleicht an einem Tag durch systematischen Rechtsbruch von ehrlichen Bundesbürgern ergaunern.

Links:
Antispam.de: „Bundesnetzagentur verhängt in eineinhalb Jahren Ordnungsgelder von nur insgesamt 29600 Euro für Rufnummernmissbrauch
Katzenjens: Youtube-Kommentar „Telefonabzocke und Bundesnetzagentur“


KommentarEigentlich musste zu dem Thema nicht mehr vielgesagt werden. Die Zahlen, die die Bundesnetzagentur nunmehr vorlegt, verschlagen einem aber in ihrer Peinlichkeit denn doch eingermaßen die Sprache. Wenn die Bundesnetzagentur irgendwie das Treiben der Abzocker im Berichtszeitraum gestört haben sollte, dann allenfalls durch diesen Bericht, weil einige der lichtscheuen Brüder sich womöglich deshalb totgelacht haben könnten oder an ihren Lachtränen ersoffen sind.

Offensichtlich besteht nicht die politische Absicht, die Bundesnetzagentur zu einer ernsthaft regulierungsfähigen Aufsichtsbehörde zu machen. Es kann demnach Bürgern nur geraten werden, von vielfach vorgenommenen schriftlichen Beschwerdemeldungen an die Bundesnetzagentur wegen weitgehend erwiesener Nutzlosigkeit Abstand zu nehmen. Die Leute werden mit den zehntausenden Eingangsbestätigungen und nachfolgenden – weitghend sinnarmen – Formschreiben schlichtweg verschaukelt. Es geschieht praktisch nichts. Da bleibt nur noch, die Auflösung dieser Feigenblatt-Truppe zu fordern. Jetzt!