StA Bielefeld: Betrugsanklage gegen Beteiligte an Filmtester-Abofallen

Wie das Westfalen-Blatt berichtet, lägen insgesamt mehr als 500 Strafanzeigen von Geschädigten vor. Über die genannten Seiten sei Internetnutzern der Eindruck vermittelt worden, eine aktuelle Top-DVD gegen eine nachfolgende Leserkritik erhalten zu können. Tatsächlich seien jedoch vollkommen veraltete Film-DVD geliefert worden. Auf den Abofallen-Seiten habe zudem eine massive Kostenfalle versteckt. Die Betreiber setzten die Internetnutzer später massiv unter Einschaltung einschlägig berüchtigter Inkassobüros und einer ebenso bekannten Anwaltskanzlei unter Druck, angeblich geschuldete Abonnement-Gebühren zu zahlen. Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, der Frau schweren gewerbsmäßigen Betrug nachweisen zu können. Die Abofallen-Betreiber hätten nie beabsichtigt, die versprochene Leistung zu erbringen.
Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, besteht allerdings die dringende Vermutung, dass es sich bei der angeklagten Person, die lediglich für die Abwicklung des Rechnungs- und Mahnwesens zuständig war, eher um eine Strohperson der tatsächlichen Hintermänner handeln dürfte.