Abhörskandal: Justizpalast in Krefeld verwanzt

Die Westdeutsche Zeitung meldete, hat ein Team des Westdeutschen Rundfunks aufgedeckt, dass an acht Stellen im Justizpalast nicht nur Überwachungskameras, sondern auch zugehörige Mikrofone installiert und rechtswidrig in Betrieb genommen wurden.

Für den Einbau zeichnet die landeseigene Gesellschaft Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) verantwortlich. Die von dieser Gesellschaft beauftragte Firma hatte versehentlich die Mikros der Videokameras nicht deaktiviert, so dass sämtliche Gespräche, die im Umkreis der installierten Kamera geführt wurden, im kugelsicher verglasten Pförtnerbereich des Gerichts mitgehört werden konnten.

Nach Auskunft des Landesjustizministeriums diente die Installation der Überwachungskameras der Abwehr „von Angriffen von außen“.

Die BLB beauftragte umgehend einen freien Fachingenieur, die unsachgemäße Installation zu überprüfen.

Quelle:
Artikel „Skandal: Wanzen am Landgericht, Gespräche wurden mitgehört“ auf wz-newsline.de