SMS-Abzocke geht unvermindert weiter

So berichtet die Münchner tz-online.de über einen Fall eines 44 jährigen Industriekaufmanns, der unerbeten eine Multimedia-Nachricht (MMS) erhielt, in der die Kurzmitteilung stand „Sie haben eine Nachricht per MMS erhalten. Um diese abzurufen, antworten Sie mit START an 0162/3623029.“. Er antwortete und erhielt eine Minute später die Nachricht „Willkommen bei der geilen Adult-Flatrate (…) zum Festpreis von 149 Euro (www.sexmsflat.com)“. Auf eine SMS mit dem Inhalt „STORNO“ reagierte der Netzanbieter lediglich mit der Nachricht „Diese Nummer ist nicht gültig“.

In der Folge erhielt der Industriekaufmann weitere Kurzmitteilungen mit einschlägigem Inhalt. Am nächsten Tag erhielt er einen Anruf am Handy, bei dem der Anrufer vorgab, bei einem Berliner Radiosender tätig zu sein und Konzert- oder Musicalkarten verteilen zu wollen. Der überraschte Münchner gab seine Adresse an.

Später stellte es sich heraus, dass es sich in Wirklichkeit um einen Angestellten des Chatbetreibers handelte, der lediglich unter Vorwand die Adresse des Abzock-Opfers herausbekommen wollte. Drei Tage später erhielt er eine Rechnung über 149 Euro von einem Inkasso-Unternehmen.

Die Masche, die bereits exakt so von der Hannoveraner Firma Server-Tel durchgezogen wurde, erfreut sich offensichtlich großer Beliebtheit. Bislang ist nicht bekannt, dass die Staatsanwaltschaften, denen seit Monaten entsprechende Strafanzeigen vorliegen, in ihren Ermittlungen nennenswert weitergekommen wären. Insofern kann allen Opfern nur geraten werden, derartige Vorgänge unverzüglich der Polizei beziehungsweise Staatsanwaltschaft zur Kenntnis zu geben.

Quelle:
Artikel „Vorsicht vor der üblen SMS-Falle“ auf tz-online.de


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