BKA: Vorsicht vor Jobangeboten als sogenannte Warenagenten

Wie das Bundeskriminalamt mitteilte, haben die mit hohen Verdienstmöglichkeiten beworbenen Tätigkeiten vor allem zum Inhalt, Pakete für Dritte anzunehmen und diese lediglich weiterzuleiten. Zum Teil übersenden die Anbieter bei Kontaktaufnahme auch Arbeitsverträge, stellen Provisionen sowie Kostenerstattungen für Fahrtkosten in Aussicht.
Tatsächlich ist dies jedoch eine Handlung am Ende einer betrügerischen Verwertungskette. Es handelt sich nämlich bei den Paketen um – vorwiegend hochpreisige – Waren, die die Hintermänner dieser Masche über Online-Auktionen ersteigert haben und vorab in Empfang nehmen. Nach Mitteilung des Bundeskriminalamtes werden die Waren mit Geldern bezahlt, die illegal von Online-Bankkonten Dritter abgephisht wurden. Trifft die Ware von den Lieferanten ein, so haben die „Warenagenten“ die Aufgabe, die Waren an eine vorgegebene Adresse oder eine Packstation der Deutschen Post AG weiterzuleiten. Auf diese Art und Weise ist es den Tätern möglich, die Spur des Warenversandes weitgehend zu verwischen und somit anonym zu bleiben.

Ähnlichkeit hat diese Masche mit der Praxis von Online-Betrügern, Gelder über sogenannte „Finanzagenten“ per Western Union oder MoneyGram ins Ausland zu transferieren, wo es anonym abgehoben werden kann. Auch hier wurde das zu transferierende Geld zuvor auf betrügerische Art und Weise erlangt.

Quelle:
Pressemitteilung BKA