Novelle des BDSG – Rechtsgrundlagen für „Scoring“ in Planung

Bei dieser vor allem im Finanzdienstleistungsbereich bei der Entscheidung über Kreditvergaben genutzten Methode geht es um die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten des Verhaltens von Bürgern. Der von Auskunfteien errechnete Scorewert dient insbesondere zur Berechnung der Kreditwürdigkeit von Bürgern. Die bisherige Praxis wurden von der Rechtsprechung mehrfach als rechtswidrig beurteilt. So ist es beispielsweise vielfach üblich, dass in automatisierten Verfahren Kreditentscheidungen ohne Berücksichtigung des Einzelfalls getroffen werden. Bereits ein zur Einzelfallentscheidung ungeeignetes Kriterium wie ein Wohnsitz in einem sozialen Brennpunkt kann daher zu einem schlechten Scorewert und somit de facto zur Kreditunwürdigkeit führen.

Ziel des Gesetzentwurfs soll es sein, die Entscheidungen transparenter zu machen und die Rechte der Betroffenen zu stärken.

Quelle: Artikel „Änderung des BDSG: Neue Rechtsgrundlagen für „Scoring“ auf telemedicus.de