28.
Nov
2011

Vorschussbetrüger: Betrügerische Gewinnzusagen unter Missbrauch des Namens des Potsdamer Rechtsanwaltes Holger Lauck

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Auch diese besonders hohe Schäden verursachende Art krimineller Anrufe sind längst Alltag geworden. Mal als angeblicher Staatsanwalt, als Kripo-Beamter, Amtsgerichtsmitarbeiter oder Notar - stets werden beeindruckende Kulissen für die Gewinnspielzusage aufgebaut. Auch der Name der Kanzlei Richter Berlin bzw. von Rechtsanwalt Stefan Richter soll Zeugenmeldungen zufolge vor einiger Zeit schon missbraucht worden sein. Nach der Kollegin Braun aus Hamburg vor einiger Zeit traf es nun auch den Potsdamer Kollegen Holger Lauck.

So wurden in letzter Zeit vermehrt Personen von einer angeblichen Frau Gabi Klein unter Missbrauch des Namens des Rechtsanwalt Holger Lauck angerufen und ihnen hohe Geldgewinne versprochen, für deren Erhalt nun noch allerlei "Nebenkosten" zu entrichten seien.

Um es klar zu sagen: Ich habe nicht nur keinen Zweifel, dass der mir bekannte Holger Lauck nichts damit zu tun hat.Es handelt sich um die zigste Variante des klassischen Vorschussbetruges, auf den wohl auch in tausenden Jahren noch Leute hereinfallen werden.

Diese Gewinnzusage-Anrufe und die in der Folge beim Kollegen Lauck eingegangenen Beschwerden und Rückzahlungsforderungen zeigen aber auch ganz exemplarisch, dass die Bewertung von Fällen unerbetener telefonischer Werbung mit ihrem seit Jahren zu beobachtenden fließenden Überbergang in den Bereich der Kriminalität eben keine "einfache Angeleghenheit" ist, die man ohne viel Aufwand mal locker nebenbei machen kann. Die Unterscheidung zwischen den Fällen echter Teilnahme an einer unlauteren oder betrügerischen Handlung einerseits in von den Fällen der Kaperung eines fremden Namens andererseits mitunter alles andere als leicht zu unterscheiden. Wer hier vorschnell vermeintliche Täter abmahnt, kann sein blaues Wunder erleben, denn der Betroffene ist in der Beweispflicht für die Beteiligung der in Anspruch genommenen Person.

Insofern verwundert es mich doch erheblich, mit welcher Chuzpe, dieselben Personen, die - wie mir kolportiert wurde - in grenzenlosem Vertrauen mal eben ein paar hundert Euro auf ein Konto in Izmir oder sonstwo überwiesen haben, nun locker vom Hocker mit Forderungen an den Kollegen herantreten, er solle mal ganz schnell "die Kohle wieder herausrücken". Manche Sachen fasst man nicht. Dass diese Betroffenen - geraten sie an den falschen - mit derlei wilden und ulitmativ vorgetragenen Forderungen auch noch riskieren, in einen für sie nicht zu gewinnenden kostenträchtigen Prozess gezogen zu werden, sei nur am Rande erwähnt. 

Nachvollziehbar ist die offenbar hohe Opferzahl derartiger Abzockereien eigentlich nur schwer. So stellen sich viele Callcenter doch so derart dämlich an, dass man kaum glauben kann, dass es trotzdem Leute gibt, die auf so einen Zirkus noch hereinfallen. Die Callcenterbetrüger haben fast immer so auffallend-durchschnittsdeutsche Namen wie "Gabi Klein", "Sonja Sommer" oder "Peter Müller", dass dies nun auf den ersten Blick nicht zusammenpasst mit der Tatsache, dass sie weder richtig, geschweige denn akzentfrei die deutsche Sprache beherrschen. Auch an einer gewissen "Schußfestigkeit" fehlt es dem mitunter scheinbar teilweise aus Dorfspelunken zusammengetrommelten Betrügerpack nicht selten, etwa, wenn man sie mit eingestreuten frechen Bemerkungen von ihrem Leitfadengefasel ablenkt. Ja, diese Strolchdiebe sind sogar teilweise zu doof dazu, selbst einen deutschen Vor- von einem Nachnamen zu unterscheiden. Einer dieser Jungs mit offensichtlich mies zusammengeklautem Datenbestand wollte beispielsweise auf meinem Telefonanschluss ständig mit einem Herrn "Herr Stefan" kommunizieren.

Ihre desaströse intellektuelle Minderbemittlung machen die Gauner aber durch die schiere Massenhaftigkeit der Anrufe und eine grenzenlose Dreistigkeit mehr als wett. Seit längerem gehören beispielsweise eingeflochtene Warnungen vor unseriösen Callcentern zum Standardrepertoire. Strafrechtliche Grenzen, gar bloße wettbewerbsrechtliche Verhaltensregeln, lösen nicht mal ein müdes Lächeln aus, solange man der Täter nicht habhaft wird. Dann natürlich ist das Geheule von unbekannten Dritten groß; hier gilt es indes, die Spreu vom Weizen zu trennen und dazu benötigt es Erfahrung.

So heißt denn der Rat der Kanzlei richter Berlin an alle betroffenen auch weiterhin: Niemand hat etwas zu verschenken. Wachsam sein. Nichts einfach glauben, was einem unbekannte Personen versprechen. Im Zweifel fachlichen Rat einholen. Nicht erst nach der zwanzigsten Überweisung nach Ankara, sondern sofort und nicht bei Kumpel Kalle von nebenan, sondern bei jemandem, der sich mit der Materie auskennt.

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Internet-Abofallen | Dienstag, 13. Juli 2010

Abschluss um jeden Preis: Die dreisteten Callcentertricks

An dieser Stelle werden wir einige faule Ausreden der Callcenter dokumentieren, mit denen diese tagtäglich unzählige Bürger über den Tisch zu ziehen. Mehr ...

Spamabwehr - Fallberichte | Montag, 12. Juli 2010

Gewinnspielmafia: Postbank zahlt Gisela M. über 12.000 Euro zurück

Auch die Berlinerin Gisela M. kann aufatmen. Über 12.000 Euro schreibt die Deutsche Postbank AG nach Einschaltung der Kanzlei Richter Berlin ihrem Konto nun wieder gut. Mehr ...

weitere Verbraucherschutzthemen | Montag, 12. Juli 2010

Tschechien: Gesetzesnovelle bringt Nichtigkeit von Adressbuchschwindelverträgen

In Tschechien hat man offenbar erkannt, dass es mit dem Kuschelkurs gegenüber den Adressbuchschwindlern nicht weiter gehen kann. Man packt sie, wo allein es wirklich schmerzt - beim Geld. Mehr ...

Adressbuchschwindel | Samstag, 10. Juli 2010

StA Bielefeld: Rückgewinnungshilfeverfahren gegen Betreiber diverser Gewinnspieldienste

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld sucht im Rahmen eines Rückgewinnungshilfeverfahrens wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges gegen die Verantwortlichen der Firmen TFH AG (Cham, Schweiz) und S & S Service & Solution GmbH & Co. KG (Paderborn) Opfer, die auf unberechtigte Forderungen bezahlt ... Mehr ...

Gewinnspiele | Dienstag, 6. Juli 2010

Gewinnspielmafia: Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer (Österreich) unter Handlungsdruck

Die österreichische FPÖ nimmt sich offenbar ernsthaft des Themas Gewinnspielmafia an. Die regierende große Koalition aus SPÖ und ÖVP muss sich derweil unangenehmen Fragen stellen. Mehr ...

Gewinnspiele | Dienstag, 29. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Erneute Razzien in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern

Wieder haben die Strafverfolgungsbehörden zugeschlagen: Im Zusammenhang mit betrügerischen Gewinnspielanrufen wurden bundesweit Razzien durch insgesamt 180 Beamte durchgeführt. Dabei wurden 12 Wohnungen und Häuser, 13 Firmen, insbesondere Callcenter und eine Rechtsanwaltskanzlei durchsucht. Mehr ...

Gewinnspiele | Donnerstag, 24. Juni 2010

Internet-Abofallen: Button-Lösung soll notfalls im Alleingang kommen

Bundesverbraucherschutzministerin Aigner kündigt nach Meldung von heise.de an, sich für die so genannte Button-Lösung zum Kampf gegen Internet-Abofallen einzusetzen. Mehr ...

Internet-Abofallen | Samstag, 12. Juni 2010

StA Hamburg: Kritik an Einstellungspraxis anderer Staatsanwaltschaften bei Abofallen

Tausende Anzeigen, jahrelange Ermittlungen, sang- und klanglose Einstellung. Nach Auffassung des Sprechers der Staatsanwaltschaft Hamburg muss das offenbar nicht das letzte Wort sein. Mehr ...

Internet-Abofallen | Freitag, 11. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Produkte, Player, Profiteure

Wer ist wer im Netzwerk der in den Medien so genannten Gewinnspielmafia? Wer steht in der ersten Reihe, wer wirbt, wer kassiert und inkassiert? Kurz: Wer profitiert direkt oder indirekt vom schmutzigen Geschäft mit der Hilfslosigkeit? Lesen, vergleichen, nachdenken. Die Kanzlei Richter Berlin sorgt für besseren ... Mehr ...

Gewinnspiele | Freitag, 11. Juni 2010

Wer vertreibt wie welche Verlagsprodukte?

Zeitschriften sind mit die am häufigsten auf illegale Weise vertriebenen Produkte überhaupt. Trotz aller gesetzgeberischer Aktivitäten - nach wie vor dominiert das Aufschwatzen von Abonnements per belästigender Telefonwerbung. Die Opfer sind oft ältere und hilflose Menschen, die den diversen Verkaufsmaschen geschickter Callcenteragenten wenig entgegenzusetzen haben. Die Folge: Viele Menschen sind verschuldet, da sich diverse Personen am Konto bedienen. Dann stellt sich die Frage: Wer ist wer im Geflecht des bundesweiten Zeitschriftenvertriebs? Wer steht in der ersten Reihe, wer wirbt, wer kassiert und inkassiert? Kurz: Wer profitiert direkt oder indirekt vom Vertrieb? Lesen, vergleichen, nachdenken. Die Kanzlei Richter Berlin sorgt für besseren ... Mehr ...

Zeitschriftenvertrieb | Freitag, 11. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Skandal erreicht in Österreich die politische Ebene

Die massenhafte Ausplünderung von Konten vor allem älterer Bürger wird in Österreich endlich politisch thematisiert. Allerdings leider bislang nur von der rechtspopulistischen FPÖ. Mehr ...

Gewinnspiele | Freitag, 11. Juni 2010

Proinkasso GmbH/Deutsche Telekom AG: Mehr als 10.000 Audiofiles mit sensiblen persönlichen Daten frei im Internet abrufbar

Vorname, Name, Anschrift, Geburtsdatum, Kontoverbindung, zum Teil auch Telefonnummern - welche Daten hätten Sie denn gern? Mehr ...

Datenschutzrecht | Mittwoch, 9. Juni 2010

Kieler MintNet-Prozess: Detaillierte Prozess-Berichte über SMS-Betrügereien

Außerordentlich lesenswerte und detaillierte Berichte über die miesen Tricks der mutmaßlichen Flirt-SMS-Betrügerbande rund um die Flensburger Firma MinNet finden sich auf der Seite Kiel211. Mehr ...

Telekommunikationsrecht | Samstag, 5. Juni 2010

GE-Zentrale: Flucht in die Säumnis in Leipzig und Regensburg

Die für ihre Adressbuchgaunermasche berüchtigte GE-Zentrale Ltd. (Bonn) und ihr Director (Geschäftsführer) Harun Tanomand (Köln) sind offensichtlich mit ihrem Latein am Ende. In zwei vor den Landgerichten Regensburg bzw. Leipzig geführten Verfahren wegen unerbetener Telefaxwerbung flüchteten sie in die Säumnis.... Mehr ...

Adressbuchschwindel | Montag, 10. Mai 2010

Service-Hotlines: Kostenpflicht bei Warteschleifen bleibt weiter zulässig

Die Bundesregierung hat einen Vorschlag der GRÜNEN abgelehnt, die gefordert hatten, die Kostenpflichtigkeit von Warteschleifen-Zeit zu untersagen. Mehr ...

Telekommunikationsrecht | Montag, 10. Mai 2010