Spamabwehr

Erfolgreiche Spamabwehr ist möglich!

Kommt Ihnen das bekannt vor: Ihr Faxgerät rattert. Sie erwarten, dass jemand Sie dringend erreichen will und unterbrechen Ihre Arbeit. Nach einem Blick auf das "wichtige" Dokument, das vom Faxgerät ausgeworfen wird, wird klar: Wieder einmal ein Werbefax.Werbefax für Radarwarner

Das hier abgebildete Werbefax "Schützen Sie Ihren Führerschein" kommt nicht etwa aus den USA wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. Es wurde vielmehr im Auftrag einer ganz besonders dreisten Spammertruppe aus Norddeutschland versandt und es ist nur eines von vielen Werbefaxen, die mich in den letzten Jahren unerbeten erreicht haben.

An E-Mail-Spam hat sich nun ohnehin schon fast jeder gewöhnt und "natürlich" wollen auch mir fast jede Woche unbekannte Anrufer Lottoscheine, Versicherungen, Abonnements und irgendwelchen sonstigen Trödel andrehen.

Vor einigen Jahren noch gab es nur sehr wenige derartige Belästigungen, doch im Laufe der Zeit wurde es immer mehr. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich entschloss mich, das nicht länger wehrlos hinzunehmen. Zwar hatte ich schon oft von Leuten gehört, dass auch sie Werbefaxe und -mails bekämen und sich darüber ärgerten, jedoch nicht, dass sie ernsthaft und erfolgreich etwas dagegen unternähmen. Lediglich die Verwendung von Filtern für E-Mail-Spam war schon seit langem üblich.

Dies verwundert, denn nach den Ergebnissen einer Umfrage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg von Juli 2006 fühlen sich weit über 90 % der Befragten von unerwünschter Werbung belästigt. Auch in dieser Studie äußerten zugleich über 50 % der Befragten, sie hätten sich noch nie gegen unerwünschte Werbung gewehrt. Zu den Gründen befragt antworteten viele: "zu hoher Aufwand", "keine Zeit", "zu teuer", "nicht bekannt, wo und wie man sich wehren kann", "wenig Aussicht auf Erfolg", "Anbieter nicht bekannt". Gründe, die zwar nicht ganz von der Hand zu weisen sind, jedoch nicht genug, um aufzugeben.

Meine Eingangsfrage habe ich trotz dieses eindeutigen Verbrauchervotums keineswegs nur rhetorisch gestellt. Spam ist nämlich kein Naturereignis, sondern die Spam(un)kultur lebt von dem Geld, dass damit verdient wird. Es gibt also ganz offensichtlich Leute, die auf eigentlich unerwünschte Werbung hin auch tatsächlich etwas kaufen. Es sind vermutlich nicht viele, aber bei Spam-E-Mails genügen angesichts der extrem geringen Kosten bereits Erfolgsquoten im Promillebereich, damit sie sich locker lohnt. Natürlich höre ich in meiner Arbeit als Rechtsanwalt nahezu täglich die Ausreden von Versendern solcher Telefaxe. Die Verbraucher sollten doch dankbar sein, dass man sie kostenlos informiere. Die Angebote seien außerordentlich günstig - wie könne da von Belästigung die Rede sein? Es sei zudem doch auch gar nicht so schlimm, man habe ja lediglich ein einziges Fax erhalten, das man ja einfach wegwerfen könne. Dabei wissen diese Leute ganz genau, was sie da treiben.

Erst kürzlich habe ich in Erfahrung bringen können, dass ein einziger Großversender innerhalb einer in nur drei Wochen durchgeführten Werbeaktion mehr als 1,5 Millionen Faxe in der Bundesrepublik verteilt hat. All dies natürlich, ohne sich darum zu scheren, ob die Empfänger dies wünschen. Eineinhalb Millionen Blatt Papier entsprechen etwa 8 Tonnen, also einem ganzen Lastwagen voll von Papier, das im Eigentum anderer Leute stand und ohne deren Zustimung vernichtet wurde. Die Berechnung der Kosten für verbrauchtes Papier, die Tinte oder den Toner, die erhöhte Abnutzung bzw. Kosten für die Wartung der Faxgeräte und ähnliches spare ich mir an dieser Stelle, denn es ist wohl offensichtlich, dass es sich selbst beim Einzelnen nicht mehr nur um Bagatellschäden handelt, die durch solche Handlungsweisen verursacht werden.

Hinzu kommt - nicht zuletzt - der durch die Störung verursachte Zeitverlust in Privat- und Geschäftsleben. Ich gebe allerdings auch gern zu, dass es mich auch ganz persönlich ärgerte, dass es Leute gab, die mir nicht nur ungestraft meine Zeit stehlen und mich schädigen konnten. Ich sah mich obendrein auch nicht in der Lage, mich angemessen zu wehren, obwohl ich genau dafür so lange studiert hatte. Zur Krönung verdienten diese Gauner durch ihren fortwährenden dreisten Rechtsbruch auch noch richtig viel Geld, ohne dass Ihnen irgendjemand halbwegs effektiv das Handwerk legte. So war es denn wohl auch ein klein wenig eine Frage meiner Berufsehre, als ich mich entschloss, mir die Sache mal näher anzusehen.

Nach mittlerweile mehrjähriger Beschäftigung mit der Materie weiß ich eines: Man wird des Problems nur schwer vollständig Herr, kann aber doch sehr viel erreichen, wenn man sich konsequent und vor allem auf die richtige Art und Weise verhält. Wenn Sie daran interessiert sind, zu erfahren, wie Sie unerwünschte Werbung weitestgehend im Vorfeld vermeiden bzw. den - trotz aller Bemühungen im Vorfeld - dennoch eintretenden Belästigungen optimal entgegentreten können, so würde ich Ihnen mit diesen Internetseiten gern ein wenig Motivation und auch konkrete Hilfe vermitteln. Sie werden sehen, die Belästigungen lassen sich immerhin effektiv, dauerhaft und auf eine für die Belästiger außerordentlich - nämlich finanziell - schmerzhafte Art und Weise verringern.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls schon jetzt viel Erfolg, denn je mehr Leute sich wehren, umso eher ist die Schwelle erreicht, an der sich unerwünschte Werbung für deren Urheber einfach nicht mehr lohnt; der Spuk wäre mit einem Mal vorbei! Eine schöne Vorstellung, aber durchaus nicht unrealistisch. Helfen Sie mit!

Kommentare (3)
1Montag, den 28. September 2009 um 13:58 Uhr
Gisela Becker
Ich erhielt heute ebenfalls von dieser Firma jedoch aus Dortmund einen Anruf. Sie wollten von mir uro 64,95 um
meine Daten aus dem Internet zu streichen. Ich erhalte ständig von Lottofirmen Angebote, die meine Daten aus dem Internet haben und ständig Anrufen, obgleich ich jedesmal mich wehre und irgendwelche Spiele ablehne.
2Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 16:07 Uhr
Stefan E.
Urlaub in Florida angenehm? Spammail eines deutschen Absenders, versteckt unter einer us-amerikanischen "gmx-addy"!
Nicht mit mir!
In USA, resp. Staat Florida, muss für 1. Spam bereits 500 US $ gezahlt werden!
Diese 500 US $ habe ich dem deutschen Versender in Rechnung gestellt - dieser hat dann auch bezahlt!!!

Gruss Stefan
3Montag, den 22. März 2010 um 01:25 Uhr
Helga Hoffmann
Soeben trudelte bei mir ein Fax bzgl. Aktien von 'SwissMoneyReport' ein.
Jede Nacht das gleiche!

Sie wollen etwas tun gegen Werbeterror? Unterstützen Sie den Antispam e. V.!