Insgesamt seien 14 Wohnungen und Geschäftsräume von der Staatsanwaltschaft München durchsucht worden.
RTL 2 erklärte hierzu nach einer Meldung des Medienmagazins dwdl.de:
"Das Ermittlungsverfahren richtet sich nicht gegen das Unternehmen RTL II. Soweit einzelne Mitarbeiter des Unternehmens betroffen seien sollten, kann RTL II aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und der damit zusammenhängenden Unschuldsvermutung keine weiteren Erklärungen abgeben. Die weitere Zusammenarbeit mit Vertragspartnern in dem betroffenen Bereich wird derzeit juristisch geprüft"Nach Auskunft des Sprechers der Staatsanwaltschaft München I, Anton Winkler seien zudem zwei Personen aus dem Management des SMS-Chat-Betreibers wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft genommen worden.
Schau an, nach jahrelanger Untätigkeit nehmen sich die Staatsaanwaltschaften nun allmählich ernsthaft des drängenden Problems des massenhaften SMS-Chat-Betruges an. Nach Kiel nun auch in München. Es bleibt zu hoffen, dass diese Nachrichten mit einem erheblichen Abschreckungseffekt für die von Betrügereien vollkommen verseuchte Erotik-Mehrwertdienste-Branche verbunden ist. SMS-Chat-Geschäftsmodelle meist betrügerischen Charakters waren in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Der mit der so genannten "KATI-Masche" in die Schlagzeilen geratene "Unternehmer" Cem Öncan hatte es sogar gewagt, wegen kritischer Berichte über seine Machenschaften eines seiner Opfer vor dem Landgericht Braunschweig und den Verbraucherschutzverein Antispam e. V. vor dem Landgericht Köln auf Unterlassung der Äußerungen zu verklagen, war allerdings auf ganzer Linie gescheitert. Obwohl seine Firma Server-Tel inzwischen wohl pleite ist, geht das schmutzige Geschäft allerorten weiter. Mal sehen, wie lange noch.Allmählich sollte es sich nämlich bis zur letzten Nebenjob-Studentin in SMS-Chat-Diensten herumgesprochen haben, dass bei derartigen Geschäftsmodellen das Hauptproblem nicht nur die desöfteren plötzlich ausbleibenden Zahlungen ihrer auf Mallorca und anderswo sitzenden Briefkastenfirmen-Chefs sein könnten. Flugs hat man vielmehr auch Ermittlungen wegen Betrug bzw. Beihilfe hierzu am Hals. Wer auf so einem sinkenden Kahn hockt und jetzt noch nicht aufgewacht sein sollte, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Myspace
Del.icio.us




Unglaublich, wegen was für einem Mist deutsche Richter nicht nur Durchsuchungs-, sondern sogar Haftbefehle ausstellen. Und es ist sicher auch kein Zufall, dass die HB kurz vor Ostern ergingen und mutmaßlich auch vollstreckt wurden. Damit ist den Beschuldigten zumindest ein verlängertes Wochenende in der U-Haft sicher. So was soll die Geständnisfreudigkeit erhöhen. "Weichkochen" nennt man das wohl. Meine Güte, wenn ich bei einer Stöhn-Hotline anrufe oder per SMS chatte, weiß ich doch, dass das nicht umsonst ist. Wo ist denn da der Betrug?